Infos für Einsteiger/FAQ


TCCS (Train Coupling & Communication System / Zugbussystem)
 
Mit welchen Gleissystemen kann TCCS genutzt werden ?
 
Das TCCS wurde zunächst für den Maßstab H0 entwickelt und wird seit November 2010 in Serie gefertigt. Somit können alle Fahrzeuge dieses Maßstabs mit TCCS aus- bzw. nachgerüstet werden. TCCS ist insbesondere unabhängig von der Frage, ob es sich um ein 3-Leiter oder 2-Leitersystem handelt.
 
Mit welchen Digitalsystemen kann TCCS genutzt werden ?
 
Die Lokomotiv-Decoder LD-1x sind ausschließlich für das DCC-System konzipiert. Die meisten Steuerzentralen sind heute sogenannte Multiprotokollzentralen, d.h. sie können sowohl DCC als auch MM (Märklin Motorola) und andere Formate, auch gemischt, ausgeben. Beachten Sie bitte die Weißliste der kompatiblen Zentralen auf der WEB-Seite.
    
Welche Gleisspannung wird für TCCS empfohlen ?
 
Wir unterscheiden zwei grundsätzlich verschiedene Zentralentypen. Typ A sind die Zentralen mit geregelter Gleisausgangsspannung (z.B. Lenz LZV100 oder ESU Produkte), Typ B sind die Zentralen mit ungeregelten Endstufen (z.B. Märklin oder Uhlenbrock Produkte). Die Ausgangsspannung der Zentralen vom Typ A kann entweder durch eine geeignete Programmierung oder durch ein Stellrad geändert werden. Wir empfehlen ca. 20V, mindestens jedoch 18 Volt. Bei den Zentralen vom Typ B entscheidet der verwendete Trafo über die Ausgangsspannung. Diese Wechselspannung sollte nicht unter 16V liegen, keinesfalls jedoch über 18V. Die Ausgangsleistung sollte mindestens 50 VA betragen.
 
Können über TCCS auch mehrere Lokomotiven in einem Zugverband gekoppelt werden ?
 
Ab der Software-Version V2.2, verfügbar und ausgeliefert ab August 2012, können Züge auch aus beliebig vielen Lokomotiven zusammengestellt werden. Dies ist für viele Situationen im Betrieb einer Modellbahn relevant. Die Details entnehmen Sie bitte vollumfänglich dem Handbuch oder in Kürzform dieser Zusammenfassung.
 
Können Waggons in Gruppen zusammengefasst werden ?
 
 
Grundsätzlich können mehrere Waggons in einer Waggongruppe zusammengefasst werden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder kommt an jedes Ende der Waggongruppe ein WD-GWx oder WD-PWxxx Decoder oder es kommt ein Decoder an ein beliebiges Ende. Bei der Variante 1 müssen die beiden Decoder mit 2 Kabeln verbunden werden. Diese sind zu kreutzen! Gezählt wird die Gruppe als 2 Waggons. Bei der Variante 2 müssen die 4 Kabel der TC-H0 zum gegenüber liegenden Ende geführt werden. Diese Waggongruppe wird als 1 Waggon gezählt.

TC-H0 (Kupplungssystem)
 
Kann TC-H0 durch Decoder anderer Hersteller angesteuert werden ?
 
Die Kupplungsköpfe TC-H0 sind vollständig symmetrisch hergestellt. Dies ist notwendig, damit jeder Fahrzeugkombination sowohl mechanisch als auch elektrisch betrachtet gekuppelt werden kann. Schließlich darf sich die Polarität durch drehen der Fahrzeuge um 180° nicht ändern ! Daraus folgt aber auch, dass zum Trennen der Verbindung beide an der Verbindung beteiligten Kupplungsköpfe angesteuert werden müssen, woraus wiederum folgt, dass beide beteiligten Decoder, die die jeweiligen Kupplungsköpfe ansteuern, die Entriegelungsvorrichtung synchron, also zeitgleich, öffnen müssen. Insbesondere zur Herstellung dieser Synchronität ist es zwingend notwendig, dass alle Decoder im Zugverband untereinander kommunizieren können, also Daten austauschen können. Hierzu bedarf es geeigneter Vorrichtungen in allen Decodern. Alle T4T-Fahrzeugdecoder verfügen über diese notwendigen Vorrichtungen. Decoder anderer Hersteller verfügen über diese Vorrichtung nicht. Somit ist es nur mit T4T-Decodern möglich die Verbindung eines TC-H0-Kupplungspaares zu trennen.

 

Ist UK-1 die gleiche Kupplung wie TC-H0 ?
 
Während der mehrjährigen Entwicklung des Kupplungssystems TC-H0 lautete der Entwicklungsname UK-1. Wir haben uns jedoch nach Abschluss der Entwicklung für den neuen Namen TC-H0 (TrainConnection-H0) entschieden.
 
Was unterscheidet TC-H0 von einfachen „Digitalkupplungen“ ?
 
TC-H0 ist ein symmetrische Kupplung, d.h. sie kann auch mit sich selbst gekuppelt werden wie jede mechanische Kupplung (Profi-Kupplung, Bügelkupplung etc.). Dadurch kann jedes Fahrzeug mit jedem Fahrzeug gekuppelt werden. Im weiteren leitet sie Strom und Daten durch den gesamten Zug und ist über T4T-Decoder mittels TCCS (TrainCoupling&CommunicationSystem) fernsteuerbar.
 
Wie wird eine TC-H0 Kupplung adressiert ? 
 
Das TCCS (TrainCoupling&CommunicationSystem) erlaubt mittels der T4T-Decoder die Positionsbestimmung jedes Fahrzeugs im Zugverband. Adressiert wird das Fahrzeug NICHT durch eine DCC-Adresse, sondern durch seine Position im Zugverband. Dadurch können auch Fahrzeuge gleicher Bauart eindeutig über die Position im Zugverband angesteuert werden. Wie? – das steht im LD-1x oder WD-xxx Handbuch.

LD-1x (Lokomotiv-Decoder)
Unterstützt LD-1x das RailCom System?
Alle T4T Decoder haben grundsätzliche die Hardware für RailCom auf dem Decoder. Wir konnten uns bis dato nicht entschließen, das Protokoll zu implementieren. Dieses Protokoll hilft dem Zugbus praktisch nicht und wäre nur in Randbereichen, z.B. CV auslesen, nützlich. Evtl. werden wir es später als update nachliefern. Gehen Sie jedoch derzeit davon aus, das die LD-1x RailCom (momentan) nicht unterstützen.
Natürlich können die bekannten Zubehör-Decoder für RailCom genutzt werden, z.B. um eine Gleisbesetzmeldung abzuleiten.
Funktioniert LD-1x auch mit den Märklin / HAG Allstrom-Motoren?
Die Fa. Märklin sowie HAG bauten in früheren Jahren in ihre Modelle sogenannte Allstrom-Motoren ein. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie sowohl mit Gleich- als auch mit Wechselstrom betrieben werden können. Leider können Sie jedoch nicht mit einem Decoder des Typs LD-1x direkt betrieben werden. Um ein solches Modell mit einem für DC-Motoren konstruierten Decoder betreiben zu können, ist es notwendig, diese Motoren geringfügig zu modifizieren. Die Fa. Märklin bietet für (fast) alle Modelle Permanentmagnete an, die zu Lasten der Feldspule getauscht werden können. Danach ist auch ein solcher Allstrom-Motor ein DC Motor (Gleichstrom-Motor). Der Anschluss des Decoders erfolgt dann wie bei einem gewöhnlichen DC-Motor. Es ist sinnvoll, den 3-poligen Kollektor gegen einen 5-poligen zu tauschen. Dadurch verbessern sich die Laufeigenschaften des Motors/Modells erheblich.
Eine gute Übersicht bietet neben den Herstellern auch die WEB-Seite des MEC Brünsbüttel.
 
Funktioniert TCCS auch mit Märklin Sinus Motoren?
Die Fa. Märklin baute seit Mitte der 90-er Jahre 3 verschiedene Typreihen unter dem Namen C-Sinus Motor. Diese Motoren arbeiten ähnlich zu dem Prinzip eines Drehstrommotors (ohne Kollektor und somit verschleissfrei) und werden mit einem 8-poligen Flexkabel mit dem Steuer-Decoder verbunden. Diese Motoren können nicht direkt mit einem LD-1x Decoder angesteuert werden!
Die Fa. rail4you Erich R. Iten bietet einen entsprechenden Adapter (=Treiber) alternativ an, der zwischen Ld-1x und Motor geschaltet wird.
Nähere Details finden Sie unter 
www.rail4you.ch oder suchen Sie den Kontakt mit info@rail4you.ch 
Nach dieser entsprechenden Umrüstung kann Ld-1x den Treiber direkt ansteuern. Alle anderen Schritte entsprechen danach den Vorgaben aus dem LD-1x Handbuch.
Warum gibt es keinen „einfachen“ Funktions-Decoder mit TCCS für eine SUSI-Schnittstelle?
Der konventionelle Fahr-Decoder Bereich macht vielleicht 20 oder 30 % eines LD-1x Decoders aus. Der wesentliche Teil der Aufwendungen resultiert aus dem Zugbus und den TCCS Funktionen. Ein Funktions-Decoder als Ergänzung zu bestehenden reinen Fahr-Decodern würde kaum kleiner und auch nicht einfacher als ein LD-1x Decoder. Es ergeben sich somit keine Platzvorteile – im Gegenteil, der konventionelle Fahr-Decoder zusammen mit dem Funktions-Decoder wäre größer. Noch wesentlicher ist jedoch, dass die SUSI-Schnittstelle für diese komplexe Anforderung ungeeignet ist. 
Können LD-1x oder WD-xxx Lissy (Uhlenbrock) bzw. Train-Navigation (Fleischmann) Empfänger ansteuern ?
 
Sowohl im LD-1x als auch im WD-xxx Decoder sind zwei Ausgänge für den Anschluss von Infrarot-Sendern enthalten. Jeder Kupplung TC-H0 hat einen solchen IR-Sender bereits integriert. Wird keine TC-H0 verwendet, so besteht der Sender lediglich aus dem Anschlusskabel und einer Sendediode und ist somit extrem preiswert . Dadurch, dass jeder T4T-Decoder zwei Sender ansteuern kann und die Sender viel kleiner sind als andere Infrarot-Sender, können an beiden Fahrzeugseiten für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt entsprechende Sender eingebaut werden. Die CV’s für die Adressvergabe und die Zuggattungsart sind im Handbuch beschrieben (CV150-153).
 
Ist der Energiespeicher ein einfacher Kondensator?
Prinzipiell ist der Energiespeicher ein einfacher Kondensator mit extrem hoher Energiedichte. Das besondere am Decoder LD-1x ist jedoch, dass er die relativ kleine Spannung, die der Kondensator speichert, auf die für Lokomotiv-Motoren übliche Spannung transformiert . Nur so kann gewährleistet werden, dass die Energieversorgung der Verbraucher immer konstant ist und der Motor jederzeit seine Arbeit ohne Leistungseinbrüche verrichten kann. Das Gleiche gilt natürlich auch für andere Verbraucher wie z.B. Fahrzeugbeleuchtungen.
   
Müssen die Entstörkomponenten des Lokomotiv-Motors vor dem Einbau des Decoders entfernt werden?
Die Entstörmaßnahmen beziehen sich bei Fahrzeugen ohne Decoder auf das gesamte System „Rad – Schiene – Motor“. Wird der Decoder eingebaut, so sieht die Situation anders aus.
In der Regel stören die Entstörbauteile, z.B. Spulen oder Kondensatoren, nicht. Auf keinen Fall kann der Decoder dadurch Schaden nehmen. In sehr seltenen Ausnahmefällen kann der Lastregler des Decoders jedoch in seiner Funktion eingeschränkt werden. Dies kann beim Fahren festgestellt werden. Die betroffenen Bauteile können dann immer noch entfernt werden.
Zunächst also der Rat, die Bauteile im Fahrzeug zu belassen.
 
Warum flackert die Beleuchtung bei Fahrzeugen mit NEM-651 Anschluss (6-poliger Stecker) trotz Energiespeicher?
Der 6-polige Steckverbinder nach NEM-651 hat neben den je zwei Anschlüssen für Gleis und Motor je einen Anschluss für die beiden Stirnlichter (- Pol) der Lokomotive. Der Rückleiter der Beleuchtung (+ Pol) fehlt auf diesem Steckverbinder, was bedeutet, dass der Rückleiter der Beleuchtung direkt aus dem Gleis betrieben wird. Praktisch ist also ein Pol der Beleuchtung mit dem Rahmen der Lokomotive verbunden und damit direkt mit dem Gleis. Somit wird die Beleuchtung auch nicht zweipolig, d.h. mit  beiden Anschlüssen über den LD-1x versorgt. Der Energiespeicher erzeugt für diese Art des Beleuchtungsanschlusses keine Wirkung.
Um dies zu ändern, d.h. eine flackerfreie Beleuchtung herzustellen, muss der Rückleiter der Stirnlichter mit dem blauen bzw. roten Kabel (+ Pol) des LD-1 verbunden werden. Zu beachten ist unbedingt die zweipolige Isolierung der Beleuchtung (siehe hierzu unbedingt das LD-1x Handbuch). Wird die Isolation nicht hergestellt, wird der Decoder zerstört !
Wer die Wahl hat, sollte immer Fahrzeuge mit 8-poliger Schnittstelle wählen (NEM-652). Hier sind beide Pole der Beleuchtung grundsätzlich am Decoder angeschlossen.

LD-SC/xxx  (Energiespeicher)

Können die Energiespeicher auch mit Decodern anderer Hersteller kombiniert werden?

Die Energiespeicher der Serie LD-SC/xxx liefern je nach Typ Spannungen zwischen 5,4 (Typ Bx) und 10,8 Volt (Typ Dx). Diese Spannung muss durch eine geeignete Vorrichtung im Fahr-Decoder auf die für den Betrieb der Lokomotive, Motor und Beleuchtung, notwendige Spannung von ca. 18 – 20 Volt erhöht werden. Diese Vorrichtung befindet sich in den Decodern des Typs LD-1x, nicht jedoch in Decodern anderer Hersteller. Daher können die Energiespeicher nur mit Decodern der LD-1x-Serie betrieben werden.
 
Ist der Energiespeicher ein einfacher Kondensator?
Prinzipiell ist der Energiespeicher ein einfacher Kondensator mit extrem hoher Energiedichte. Das besondere am Decoder LD-1 ist jedoch, dass er die relativ kleine Spannung, die der Kondensator speichert, auf die für Lokomotiv-Motoren übliche Spannung transformiert . Nur so kann gewährleistet werden, dass die Energieversorgung der Verbraucher immer konstant ist und der Motor jederzeit seine Arbeit ohne Leistungseinbrüche verrichten kann. Das Gleiche gilt natürlich auch für andere Verbraucher wie z.B. Fahrzeugbeleuchtungen.